Trainingslager Chiclana Part II

Bergfest - Holadiho. Selbst der Jodler klingt hier mittlerweile irgendwie Spanisch. Zwei Wochen sind wir nun schon im Trainingslager in Chiclana. Die Hälfte ist vorbei und mit Schwung geht es in die nächsten zwei Wochen. Zeit also um eine erste Bilanz zu ziehen: Wetter war anfangs top, die letzten Tage jedoch etwas verregnet, Training läuft super, Essen schmeckt und unsere Linzer-Torte ist aufgegessen. Moment einmal, Linzer-Torte? Ja, genau. Wir haben uns ein Stück Heimat, oder genauer einen Kuchen Heimat mit nach Spanien genommen. Linzer-Torte ist ein Nuss-Gewürz-Mürbeteig, der mit Marmelade (in unserem Fall Himbeere) bestrichen wird und mit einem Teig-Gitter bedeckt ist. Gut in Alufolie verpackt und kühl gelagert, hält er sich locker drei Wochen. Aber das ist leider nur die Theorie. Zwei Wochen Trainingslager sind vorbei und der Kuchen ist schon längst aufgegessen. Aber wir haben die Energie sinnvoll genutzt und in Trainingsleistungen umgesetzt - zu Fuß und auf dem Rad.
Eine lange Radeinheit ging z.B. von Gibraltar über Medina nach Chiclana, eine andere über Benalup und Vejer. Bereits von weitem leuchtet uns das weiß der Bergdörfer im spanischen Hinterland auf dem Rad entgegen und kündigt die nächste Steigung an.

Bei den Laufeinheiten sieht man nicht so viel von der Gegend, da ist der Radius auf ca. 10km beschränkt. Wobei wir bei den intensiven Einheiten auch kaum einen Blick für die Landschaft haben. Dann sind Kriterien wie guter Straßenbelag, möglichst wenig Wind und wenig Verkehr deutlich wichtiger.
Beim Beobachten der anderen Hotelgäste haben wir festgestellt, dass sich der Tagesrhythmus der Südeuropäer stark von dem des typischen Deutschen unterscheidet. Anscheinend passt sich dieser der Sonne an. Morgens um 8Uhr fängt es hier in Chiclana gerade an zu dämmern, in Deutschland ist dann schon längst die Sonne aufgegangen. Dafür ist es in Spanien abends um 19Uhr noch hell, in Deutschland brennen um diese Uhrzeit bereits seit zwei Stunden die Straßenlaternen. So kommt es auch, dass wir morgens um halb acht, wenn der Frühstücksraum geöffnet wird, fast alleine dasitzen. Die meisten Gäste kommen erst deutlich später. Und abends, wenn wir um 18:30Uhr zu Abend essen, dann sind wir wieder bei den Ersten. Vielleicht ist das auch eine Spezifik von uns Läufern. Überall wollen wir die ersten sein.

Einmal pro Woche gibt es am Nachtischbuffet abends einen Schokobrunnen. 
Hier
 könnt ihr uns beim Energie tanken sehen.

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