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Lisa: Wintertraining im Winter

Ich hab mich in diesem Winter bewusst dafür entschieden, die meiste Zeit in heimischen Gefilden zu trainieren, nachdem wir in den letzten Jahren die meiste Zeit des Winters außerhalb Deutschlands verbracht haben. Der Fokus im Training liegt gerade auf Grundlage, Kraft und Koordination. Dazu mache ich Yoga und Schnellkraftübungen. Das kann ich auch bei etwas kühleren Temperaturen sehr gut. Der „Warrior“, der „Up Dog“ oder „Down dog“ sind Temperatur unabhängig, die Grazilität der Ausführung hängt eher von meiner Flexibilität ab. Und die wiederum von den Yoga Stunden, die ich wöchentlich mache. Draußen Radfahren ist bei dem Wetter nicht so toll. Selbst unempfindliche Radfahrer meiden Temperaturen unter 0°. Und ich gehöre nicht einmal zu diesen. Alles im einstelligen Bereich finde ich schon richtig kalt. Und trotzdem sitze ich zur Zeit recht häufig auf dem Rad, nämlich indoor. Ich möchte den Umfang zum jetzigen Zeitpunkt nicht alleine übers Laufen machen, Radfahren ist eine schöne Abwechslung und schont gleichzeitig meinen Knochenapparat und meine Sehnen. Ich habe in 2014 und 2015 die Erfahrung gemacht, im Januar in Spanien, Portugal, Kenia und Äthiopien richtig gute und viele Laufkilometer zurückgelegt und manchmal hatte ich das Gefühl, dass weniger Lauf- und mehr Radkilometer sinnvoller gewesen wären. Das Radfahren indoor ist nicht so abwechslungsreich wie Radfahren an der frischen Luft und genauso effektiv. Ich kann 3h auf der Rolle fahren, ohne dass mir langweilig wird. Dann sitze ich auf der Rennrad Rolle, die Musik aufgedreht, ein Wasservorrat neben mir aufgebaut und mein Geist befindet sich fast im Trance-Zustand. Das eintönige Kreisen hat etwas Meditatives finde ich. 

Da hilft es, wenn der Kopf auf Stand by läuft und die Beine die Arbeit machen. Beim Laufen laufe ich meine großen Runden bei den Dauerläufen und bei schnelleren Einheiten passe ich die Größe meiner Laufrunde einfach den Schneeverhältnissen an. Wenn ich schnelle Sachen laufen soll, wähle ich eine Straße, die geschoben ist. Und wenn die Runde dann nur 1km lang ist, dann laufe ich sie eben häufiger. Vom Bahnlaufen bin ich es gewohnt, mich einfach aufs Runden zählen zu konzentrieren. Oder wie sagt man so schön „stumpf ist Trumpf“. Und zur Abwechslung war ich Mitte Dezember für eine Woche zum Laufen auf Mallorca. Kurze Hosen und Tops waren eine willkommene Alternative zu langer Garderobe. Mit aufgefüllten Sonnentanks bin ich dann wieder zurück. Den Rest des Jahres habe ich in Deutschland und Österreich verbracht. Dieses Jahr hatte ich schon mehr Schneetage als die letzten zwei Jahre zusammen. In Österreich war ich nicht nur zum Skilanglaufen sondern auch aus einem weiteren Grund. Nach den Olympischen Spielen möchte ich mehr Zeit in der Steiermark bei meinem Freund verbringen. Auf 650m in Liezen trainiere ich 400m höher als in Gengenbach, einen Höheneffekt kann ich noch nicht spüren ;-) Im Februar werde ich noch einmal in die Wärme fahren, meinen Vitamin D Speicher mit viel Sonne auftanken und viele Kilometer in kurzer Hose laufen.

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