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Entspanntes Fliegen

Tipps für Läufer

Unser präferiertes Fortbewegungsmittel ist das Laufen, dann kommt das Rad und dann erst werden wir motorisiert. Sei es mit Auto, Zug oder Flugzeug. Beim Fliegen sind wir echte Späteinsteiger. Der erste Flug war ein Kurzflug im Alter von 12 und der nächste erst mit 19 Jahren. Das war 2008, als Anna in Brüssel bei den Cross Europameisterschaften gestartet ist.

Mittlerweile haben wir aufgehört unsere Flüge zu zählen. Unzählige Trainingslager, Wettkämpfe oder Termine wären ohne die Vögel der Lüfte nicht möglich gewesen. Anfangs war mit dem Fliegen ein mulmiges Gefühl verbunden. Doch diese Angst haben wir durch ein paar Übungen in den Griff bekommen und wir können ruhig und gelassen im Flieger abschalten und selbst wenn es turbulent wird, rebelliert höchstens unser Magen, nicht jedoch unser Herz oder Verstand. Ein guter Flug ist gut vorbereitet. Daher haben wir hier ein paar Tipps für euch, wie wir einen Flugtag gestalten. Z.B. heute, denn vor ein paar Stunden bin ich in Frankfurt zurück aus dem Trainingslager in Portugal gelandet.

Was mache ich, bei einem mulmigen Gefühl?

Habe ich Angst, dann helfen mir auch die bestgemeinten vernünftigen Begründungen nichts. Das Flugzeug ist das sicherste Verkehrsmittel usw. Das Gefühl der Angst bleibt, der Verstand ist für die Logik empfänglich, nicht jedoch meine Gefühle. Das gute ist, dass ich mir die Gefühle ja selbst mache. Also habe auch ich es in der Hand, die Gefühle zu ändern.

Uns hat es geholfen, beim Fliegen schöne und vor allem lustige Bilder im Kopf zu haben. Hier ein kurzer Einblick, damit ihr versteht, wie wir das meinen. Steige ich in ein Flugzeug ein, sehe ich einen starken Adler, der am Himmel fliegt. Gibt es Turbulenzen, dann macht dieser Vogel gerade einen Salto und hat Spaß in der Luft, sodass ich sogar manchmal lachen muss und mich selbst wie in einer Achterbahn fühle.

Was kommt ins Handgepäck?

Das wichtigste ist, zu wissen, was im Rucksack ist, sodass es bei der Sicherheitskontrolle zu keiner Überraschung kommt. Sind z.B. noch Sicherheitsnadeln vom letzten Wettkampf im Rucksack? Laptop und Kamera holen wir immer schon selbstständig heraus. Wenn man die Blackroll im Handgepäck hat, muss man damit rechnen, dass man auf Sprengstoff separat untersucht wird. Das ist kein Problem und braucht ein bisschen extra Zeit. Bei der Anreise zu Wettkämpfen kommen auf jeden Fall die Wettkampfschuhe und das Trikot ins Handgepäck.

Flug und Kleidung

Im Handgepäck haben wir außerdem immer unsere Kopfhörer. So können wir abschalten, Musik hören und uns stören keine Nebengeräusche. Außerdem haben wir immer eine Trance am Handy. Das ist für uns der perfekte Zugang zu einem entspannten Flug. Was wir zum Fliegen anziehen? Kompressionsstrümpfe. Auf Kurzstrecken sind diese zumindest knielang und auf den Langstreckenflügen sogar hüfthoch. Die Kleidung darüber ist bequem und praktisch. In unserem Handgepäck ist immer ein Halstuch, falls die Klimaanlage zu stark eingestellt ist.

Essen und Trinken

Wir überlegen uns vorher, zu welcher Uhrzeit und was wir essen möchten. Fliegen wir erst spät abends, dann essen wir lieber schon vorher oder nehmen uns einen Snack wie z.B. Nüsse mit. So können wir im Flugzeug schlafen, statt erst um Mitternacht zu Abend zu essen. Unsere Trinkflasche leeren wir zwar vor der Sicherheitskontrolle, nehmen sie aber trotzdem mit. Denn hinterher können wir sie in den Waschräumen wieder mit Wasser auffüllen und haben so ausreichend Flüssigkeit für den Flug. (Sofern man das Leitungswasser trinken kann). Ansonsten noch mal eine extra Flasche Wasser kaufen, denn ausreichend Flüssigkeit ist für den Körper ganz wichtig.

Training

Am Tag des Fluges trainieren wir nur locker. Je nachdem wann der Flug ist, machen wir am Morgen einen Dauerlauf, um mit einem erholten Körper den Flug anzutreten. Nach dem Flug laufen wir noch mal, um die Beine zu lockern, auch Stretching tut dem Körper sehr gut. Durch den Flug sammelt sich Wasser in den Beinen, was durch die Kompressionsstrümpfe zwar deutlich verringert wird, allerdings nicht ganz unterbunden werden kann. Auch wenn man an einem Reisetag sich nicht viel bewegt, solch ein Tag fordert trotzdem den Körper, was man im Trainingsplan beachten sollte.

Zeitvertreib

Ein tolles Spiel, das wir vor allem gerne auf Flughafen spielen ist „Wer ist wohl die glücklichste Person hier“ (ausgenommen natürlich von uns selbst). Es ist spannend und macht Spaß, die anderen Menschen zu beobachten und wenn man sie anlächelt, bekommt man immer ein Lächeln zurück geschenkt. So vergeht die Zeit wie im Fluge und voller positiver Energie kann man in den Flieger steigen. Außerdem haben wir immer mindestens ein Buch einstecken. Für diejenigen, die unser Buch „Time to Run“ noch nicht kenne, wäre das nicht eine Idee?

Und nun wünschen gutes Abheben und happy fly zum nächsten Trainingslager/Wettkampf.

 

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