...

Essen & Reisen

Von Bern über Berlin nach Luxemburg. Das Training ist im vollen Gange und es macht Spaß wieder Wettkämpfe zu laufen. Bern war mein erstes 10Meilen Rennen und mit meinem vierten Platz (58:13min bei 263 Höhenmeter) im internationalen Feld war ich sehr zufrieden. In Berlin war ich im Rahmen des Frauenlaufs. 17.000 Frauen, das war ein großes Fest und ich konnte mit meinem Sieg sozusagen das ganze Feld von vorne anführen. Am Wochenende geht es nun weiter nach Luxemburg, wo nun auch Anna wieder ins Wettkampfgeschehen eingreift. Sie läuft in der Staffel mit und ich starte beim Halbmarathon.

Wir laufen und reisen sehr gerne. Dabei entdecken wir die Länder nicht nur läuferisch, sondern auch kulinarisch. Sei es die Schoggi, das Bircher Müsli und der Käse in der Schweiz oder die Quetschetaart und ein kühles Bier (alkoholfrei natürlich ;-) in Luxemburg. Womit wir auch beim Thema dieses Beitrags wären. Wie ernähren wir uns am besten, wenn wir unterwegs sind?

Im Schwarzwald kochen und backen wir immer selbst und das mehrmals täglich. Zum Einen, weil es uns super viel Spaß macht, für uns Entspannung und Abwechslung zu gleicher Zeit ist und weil wir so immer wissen, was bei uns am Teller landet. Wenn wir unterwegs sind, bereiten wir uns wenn möglich immer schon Speisen zum Mitnehmen zu. Und wir genießen es auch mal, bekocht zu werden, wie z.B. als wir bei unserem Laufcamp im Robinsonclub Flessensee waren. Nach dem Training mussten wir nicht mehr selbst die Kochlöffel schwingen, sondern konnten die Teller einfach vollladen. Mittags am liebsten mit Gemüse, Salat und hinterher Milchreis mit Apfelbrei und abends dann gerne auch Fleisch oder Fisch. Am Abend vorm Wettkampf essen wir kohlenhydratreich, wie z.B. ein Risotto in Bern oder eine Pizza in Berlin.

Essen ist für uns Lebensqualität und auch Genuss. Kaum ein Dauerlauf vergeht, dass wir nicht eine neue Rezeptidee kreiert haben. Einen neuen Brotaufstrich, Frühstückskekse oder einen Streuselkuchen. Wir ernähren uns gesund und ausgewogen und dazu gehört ab und an auch Süßes. Wir sind uns bewusst, dass dies keine Lebensmittel, sondern vielmehr Genussmittel sind. Und in Maßen sind sie zu jeder Zeit okay. Einen Nachmittag ohne ein Stück Kuchen ist für uns schwer vorstellbar und in intensiven Trainingsphasen gibt es Tage, wo es abends statt zwei Stückchen Schokolade auch zwei Tafeln werden. Gesund für den Körper ist das eher nicht, für die Seele schon. Ganz nach dem Motto: Schokolade löst keine Probleme, aber das tut ein Apfel ja auch nicht... An solchen Tagen gibt es auf einen Schlag einen Überschuss an Energie, das reicht dann auch erst mal und die nächsten Tage sind wieder von gesunden Lebensmitteln bestimmt.

Unser Tag ist sehr strukturiert und wir schätzen es auch, regelmäßig zu essen. Daher planen wir, wenn wir unterwegs sind, gerne vorher, wo wir am Tag unsere vier Mahlzeiten essen werden. So können wir sie zeitlich perfekt zum Training abstimmen. Außerdem macht es die Gewohnheit unserem Körper leichter, sich auf die Zeiten einzustellen. Und unser Körper hat gar kein Bedürfnis zwischendurch zu snacken. Wenn es organisatorisch gut passt, dann essen wir gerne zumindest eine Mahlzeit an dem Ort wo wir sind. Denn eine Stadt, ihre Menschen und das Gefühl bekommen wir am besten über das Essen vermittelt. So ist z.B. Dresden für uns Eierschecke, Wien Kaiserschmarren, Bern bzw. die Schweiz Birchermüsli und Fulda Hefekuchen.

Hier haben wir 5 Tipps für euch, worauf wir bei der Ernährung für unterwegs achten: 

  1. Vorbereitung
    Wir planen am Tag zuvor, wo wir was zu essen bekommen und nehmen uns bestenfalls etwas mit. So können wir selbst entscheiden, was wir essen und gesunde Zutaten verwenden. Gerade wenn wir mit dem Auto unterwegs sind, verlassen wir uns nicht auf das Essen bei den Rasthöfen. Dann holen wir lieber aus dem Rucksack eine große Schüssel Porridge, Couscous oder frisch gebackenes Brot hervor. Außerdem haben wir immer ein paar Äpfel dabei.
  1. Regelmäßigkeit
    Trotz Reise halten wir uns an unsere gewohnten Essenszeiten. Ständiges Snacken zwischendurch verleitet meist dazu, sich ungesünder zu ernähren und den Überblick zu verlieren. Außerdem lässt sich so das Training gut planen, dass wir zwar mit vollen Speichern, nicht jedoch mit überfülltem Magen über die Tartanbahn oder durch den Wald laufen müssen.
  1. Gemüse to go
    Mais schmeckt auch kalt und direkt aus der Dose. Schon mal probiert? Sieht zugegebenermaßen etwas komisch aus. Doch die Aludose ist super zu transportieren, schnell entsorgt und trotzt jedem Gerüttel und allen Temperaturen. Und vor allem ist es die schnellste Variante, wenn zu Hause keine Zeit mehr bleibt, Möhren, Paprika etc. klein zu schneiden oder einen Salat anzurichten. Denkt daran, einen kleinen Löffel einzustecken. 
  1. Getränke
    Bei uns immer eine Wasserflasche im Gepäck. Ausreichend Flüssigkeit ist wichtig, um gesund zu bleiben und im Moment munter und konzentriert zu sein. Wer sich erst bei einem starken Durstgefühl nach einem Glas Wasser umschaut, der ist bereits zu spät dran. Und wenn eine Flasche nicht reicht, kann man sie nahezu überall mit Leitungswasser wieder füllen.
  1. Back up
    Wir haben immer eine Dose Nüsse dabei, wenn wir unterwegs sind. Die sind optimal, wenn sich die nächste Hauptmahlzeit doch etwas nach hinten verschiebt. Sie lassen sich leicht transportieren und sind Kälte oder Wärme unempfindlich. Außerdem lassen sie den Blutzuckerspiegel konstant und sorgen dafür, dass man weiterhin leistungsfähig bleibt. Nicht nur physisch sondern vor allem auch psychisch, da sie sich sehr positiv auf die Konzentrationsfähigkeit auswirken. Nicht umsonst heißt Studentenfutter Studentenfutter. Nüsse sind gesund, vor allem in ihrer natürlichen Form, also nicht gesalzen und nicht geröstet. 

 

In unserer Rubrik Ernährung findet ihr mehrere Rezepte, die auch kalt gut schmecken, man super schon am Vortag zubereiten und dann mit auf Reisen nehmen kann. Z.B. Crispy Chick peas, Couscous-Salat, Banannna Muffins oder Pita-Taler

 

Scroll Down