...

Camp Laufteam Deutschland

„Wenn du etwas ändern möchtest, dann fange sofort damit an.“ Dieser Satz begleitet uns seit wir im Februar 2007 auf einem Vortrag von Joey Kelly in Fulda waren. Manchmal muss man einfach mal loslegen, um etwas ins Rollen zu bekommen. Wir sind mit der Förderung des Laufsports in Deutschland nicht zufrieden und deshalb haben wir beschlossen, uns selbst für den Läufernachwuchs zu engagieren. In Deutschland mangelt es nicht an Talent sondern an der Unterstützung und der Förderung der talentierten Läufer. Also haben wir gemeinsam mit Thomas Dold, der Laufszene Events aus Dresden und dem Pforzheimer Arzt Dr. Thomas Ambacher im September diesen Jahres das Laufteam Deutschland gegründet. Unser Ziel ist es, ambitionierten Nachwuchsathleten aus Deutschland optimierte Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sie ihre Laufziele schneller und gesünder erreichen können. Die Förderung soll so individuell wie möglich sein. Daher gibt es nicht einen Betrag x und eine Leistung y, sondern der Athlet bewirbt sich für seine notwendige Förderung und beschreibt seinen Bedarf. Dann schauen wir im Betreuerteam, wie wir den Athleten bestmöglich unterstützen können. Neben möglicher finanzieller Unterstützung steht auch ideelle Unterstützung im Vordergrund. So hat uns die dritte Teamkollegin von den Olympischen Spielen Anja Scherl sofort ihre Unterstützung zugesagt. Sie kann perfekt die Athleten beraten, was man beachten muss, dass man Profilaufsport und Job miteinander kombinieren kann.
Erfahrene Athleten unterstützen junge Athleten.
Vom 27.-31.Oktober haben wir nun das erste Camp bei uns im Schwarzwald organisiert. Mit dabei waren vier Dresdner Athleten, die von den Mitinitatoren des Laufteam Deutschlands, der Laufszene Events aus Dresden betreut werden sowie fünf weitere Athleten zwischen 15 und 23 Jahren, die wir aus den Bewerbungen ausgewählt haben.


 

Warum wir das machen?
Weil wir wissen, wie wichtig es ist, dass man als Athlet ein Umfeld hat, das einen unterstützt und an einen glaubt. Und dies nicht nur wenn es läuft, sondern besonders auch dann, wenn es mal nicht so läuft oder ein Athlet verletzt ist. Leistungssport ist Training im Grenzbereich und das inkludiert, dass Verletzungen nicht ausgeschlossen werden können. Daher sollte ein nachhaltiger und langfristiger Leistungsaufbau stattfinden.

Das Camp hat sehr viel Energie und Zeit benötigt und uns mindestens genauso viel Energie zurück gegeben. Es ist beeindruckend, wie viel Energie in so einer Gruppe entstehen kann und wie viel Energie verzehrt wird. Eine kleine Herausforderung war es, 20 hungrige Läufer zu bekochen. Eine Herausforderung, die wir gerne angenommen haben und auf die wir in unserer Großfamilie sehr gut vorbereitet wurden. Nussallergie, Laktoseintoleranz und Veganer, das hat es noch ein bisschen spannender für uns gemacht. Kartoffelecken, Ofengemüse, Pizza, Couscous, Faltenbrot oder Ugali, jeden Tag haben wir uns etwas Neues überlegt und immer lecker und läufergerecht.

Das Camp hatte jeweils zwei Laufeinheiten täglich sowie eine alternative Trainingseinheit im Kraft- oder Beweglichkeitsbereich. Hierbei hat uns auch der ehemalige Zehnkämpfer Patrick Spinner unterstützt. Neben dem Körper wurde der Geist gefordert und gefördert. Nach dem Mittagessen gab es Workshops zu den Themen Interviewführen von Thomas Dold, Verletzungsprophylaxe und Regeneration von Dr. Thomas Ambacher und Mentaltraining und Ziele setzen von uns. Wir wollen den Laufsport voran bringen und dem Laufsport etwas zurückgeben. Wie haben die Söhne Mannheims bereits vor 12 Jahren gesungen: „Wir müssen was bewegen, sonst bewegt sich nichts.“

 

Wir freuen uns über weitere Menschen und Firmen, die Lust haben, sich zu engagieren. Verschiedene Kooperationsmöglichkeiten für Firmen als auch Privatpersonen finden sich auf der Homepage und auch individual Angebote sind möglich: www.laufteamdeutschland.de.

Scroll Down