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News Lisa

Bist du nicht neidisch, dass Anna in kurzer Hose in Neuseeland läuft und du hier in Deutschland bist? Die Frage habe ich in den letzten Wochen oft gestellt bekommen. Ich weiß wie toll es in Neuseeland ist und freue mich, dass es Anna so gut geht. Das gibt auch mir ein gutes Gefühl.

Neben der Freude ist auch ein anderes Gefühl in mir, wenn ich die Laufbilder sehe. Und das hat dann wenig mit dem Wetter oder der tollen Landschaft zu tun. Es ist das Gefühl von Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, völliger Erschöpfung bei großem Glück, das man als Leistungssportler oft erlebt und das ich vermisse. 

Ich hatte mich Ende des Jahres dazu entschieden, in Deutschland zu bleiben und nicht mit nach Neuseeland zu reisen. Laut sportärztlicher Untersuchung und Leistungsdiagnostik war ich gesund, doch das Training klappte zu oft nicht annähernd so wie geplant. 

Paradoxerweise war es das Laufen, das ich zeitgleich am meisten vermisste und womit mein Körper die größten Probleme hatte. Ein Auf und Ab und Vor und Zurück. Mit dem Gefühl endlich wieder in Tritt gekommen zu sein, um dann plötzlich wieder total neben der Spur zu laufen. Also habe ich mir für den Rest des Jahres 2017 eine Auszeit genommen und mit tollen Menschen zusammen gearbeitet. 

Der letzte Monat war ein großer Schritt nach vorne. Ich trainiere wieder strukturiert nach Plan, laufe täglich, die Intensität und der Laufumfang sind noch moderat und trotzdem kann ich zumindest beim Krafttraining endlich wieder an meine Belastungsgrenzen gehen. Ob mit Langhantelstange, Kettlebell, TRX oder bei freien Übungen. Danach pumpt das Herz und springt gleichzeitig vor Freude. Und ich bin mir sicher, dieses Gefühl werde ich auch bald wieder nach einer guten Laufeinheit spüren.

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